Beschlussvorschlag:
Der Rat der Stadt Billerbeck beschließt die Erarbeitung eines Konzeptes, zur Eigennutzung von elektrischer Energie, die mittels Photovoltaikanlagen auf geeigneten städtischen Dachflächen produziert wird. Das erworbene Knowhow soll auch Unternehmen und Bürgern der Stadt zur Verfügung gestellt werden.
Begründung:
Nachdem zuvor schon Anträge aller Fraktionen, und zuletzt ein Antrag der CDU Fraktion im Januar 2019, sich mit der möglichen Photovoltaik auf städtischen Dächern beschäftigt haben, gibt es jetzt Anlass sich erneut mit dem Thema auseinanderzusetzen. Bei der Novellierung des EEG 2021, hat der Gesetzgeber u.a. die „Bagatellgrenze“ für den Eigenverbrauch von Strom von zuvor 10KW auf jetzt 30 KW angehoben. Dies bedeutet, dass Photovoltaikanlagen, die der Eigenstromproduktion dienen bis zu dieser Größe zukünftig keine EEG-Umlage aufbringen müssen und somit für den Betreiber erheblich wirtschaftlicher werden. Dieses gilt bundesweit bis zu einer Anlagen Gesamtleistung von 30 Megawattstunden.
Wir möchten, dass die Stadt Billerbeck sich auf den Weg macht, ihre zulässigen (Denkmalschutz, …) und sinnvoll zu nutzenden Dachflächen deren Beschaffenheit eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromversorgung zulässt zu erfassen und entsprechende Anlagen zu projektieren.
Für uns kommen dabei alle städtischen Dächer von Schulen, Verwaltungsgebäuden, Bauhof, Sporthallen, Kindergärten, Bahnhof und Liegenschaften der städtischen GIWO in Frage. Träger von z.B. Kindergärten und der offenen Ganztagsschule sollten ebenfalls in die Überlegungen mit einbezogen werden. Außerdem könnte die Stadt ihr so erworbenes Knowhow den örtlichen Firmen und den Bürgern zur Verfügung stellen z.B. mittels einer Broschüre oder mittels Beratungsgesprächen.
Da diese Gebäude oftmals keinen gleichmäßigen Verbrauch elektrischer Energie aufweisen, könnte hier der zusätzliche Einbau von Speicherbatterien helfen um größere Schwankungen in der Erzeugung elektrischer Energie abzupuffern. Schwankungen kann es einerseits aufgrund der Jahreszeiten aber auch aufgrund der Verbräuche geben. (Ferienzeiten und Schule, Wochenende und Verwaltung…). Vorstellbar wäre aus unserer Sicht ebenfalls die Kombination von Photovoltaik, Speicherbatterie und einer Elektroladestation für z.B. städtische PKW, um zeitweise hohe Spitzen in der Stromproduktion abzufangen und sinnvoll zu nutzen.
Für die Errichtung solcher Photovoltaikanlagen gibt es spezielle Förder- bzw. Kreditprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Diese Kreditprogramme werden speziell für Kommunen noch einmal erheblich lukrativer, wenn ein Energiespeichersystem zur Anwendung kommt.
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